Design in Aktion
MUSTERPROJEKT. DESIGN-WAWA 2011
Workshops im Rahmen des Projekts DESIGN in AKTION
Wir laden ein die Aktionen des Gestalters Robert Pludra im öffentlichen Raum zu entdecken! Wenn Sie im Alter von 18-25 sind, sich für Design und gesellschaftliches Agieren interessieren, nehmen Sie teil an den Workshops über Innenarchitektur.
Die Ausstellung wird verbunden sein mit den Workshops der Towarzystwo Inicjatyw Twórczych „ę” (Gesellschaft der kreativen Initiativen „ę”). In der Zeit der Workshops widmen wir uns der Idee der Nachbarschaft und des Teilens unserer Räume in zeitgenössischen Städten. Wir lernen unsere Umgebung besser zu verstehen und suchen nach Methoden, wie wir sie am besten nutzen können.
Der Ort unserer Aktionen ist die Mokotowska Strasse, eine der luxuriösesten Warschauer Straßen, die sowohl voll von teuren Boutiquen und modischen Restaurants als auch ein Ort mit normalen Wohnung ist, wo sich das alltägliche Stadtleben ihrer Bewohner abspielt.
Die Teilnehmer der Workshops werden von Stadtsoziologen und Kulturanimatoren mit Untersuchungswerkzeug ausgestattet, Robert Pludra führt sie anschließend durch den Prozess
Protobazar. Ein Tribut an Mohamed Bouazizi
11.06.2011, auf dem Wochenendmarkt an der Station Warszawa Powiśle (Strassenkreuzung ulica Kruczkowskiego/Aleja 3 Maja)
(Mohamed Bouazizi war Obsthändler in den Strassen von Tunis. Er hat sich am 17.12.2010 zum Zeichen des Protests gegen die Regierung und die Unterdrückung durch die Polizei selbst angezündet und damit die Revolution in Nordafrika ausgelöst.)
Protobazar untersucht den Raum zwischen improvisiertem Handel, Staatsgewalt und gesellschaftlicher Energie, die von unten erzeugt wird. Ausgangspunkt ist der Basar als stadtbildender Ort, ein Ort, an dem die Bewohner eine Stadt an einem öffentlichen Ort intime Bekanntschaften miteinander schliessen. Dem Strassenhandel kommt eine enorme Bedeutung dabei zu, das Klima einer Stadt zu erzeugen, und in Warschau wartet er noch immer auf Lösungen, die dieser Bedeutung und seinen Möglichkeiten gerecht werden.
Aleksandra Wasilkowska hat zunächst das Projekt Bazaromat durchgeführt, in dem sie eine innovative Form des improvisierten Handels speziell für die ulica Mokotowska entwarf. Nun will sie das Veränderungspotenzial erforschen, das im Strassenhandel steckt. Gemeinsam mit einer Gruppe Strassenhändler und mit Studenten, die sich mit Kunst, öffentlichem Raum und der Demokratie beschäftigen: Magda Kubecka, Dorota Pietraszkiewicz, Dagmara Rusinek, Włodek Kierus, Agata Trojak, Kinga Smoderek, Marta Wokitajtis, Jaśmina Wójcik-Wróblewska, Małgorzata Szandala organisiert sie auf einem Wochenendbasar an der Station und dem Klub-Café Powiśle den perfekten Raum für den Mikrohandel.
